Tag Archives: Ron Winkler

Lesung Weltklang 2014 a.k.a. KREUZTORP am 14.10. mit RAMMSTEDT, SCHOCH und WINKLER

5 Okt

Hä, Weltklang? 2014? Nein, keine Sorge, so sehr haben wir uns während der Kreuzwort-Auszeit nicht das Hirn aufgeweicht. Obwohl, doch, ein bisschen vielleicht. So oder so: Wir stehen ja zu unseren Wörtern, deswegen kriegt der prachtvolle Ron Winkler auch das, was ich ihm mal auf Facebook versprach:

Ron Winkler Torp

Und deswegen heißt unsere Comeback-Veranstaltung jetzt eben Weltklang 2014. Klar? Es trifft sich natürlich schön, dass besagter Torp natürlich auch dabei sein und eventuell sogar prügeln wird. Keine Sorge, dabei handelt es sich nicht um das Wettspielportal TORP – Tennis Online Rheinland-Pfalz, sondern um diesen munteren Burschen. Jetzt mit noch mehr neuen Wimpern. Und nicht nur das Törpchen wird Ron bei der inoffiziellen Buchpremiere slash 3-Jahre-Kreuzwort-Sause begleiten, sondern auch Tilman Rammstedt und Julia Schoch, die sich ebenfalls am 14. Oktober bei uns die Ehre geben werden. Äh, wo noch mal? Achja, im Damensalon in der Reuterstraße 39 (Nähe U Hermannplatz oder Schönleinstraße). Und wie war das noch mal, wann fangen wir für gewöhnlich an? Achja, um 20h beginnt der Einlass und ab 21h geht es dann pünktlich mit der Lesung los. Die 3€ Eintrittsmoney solltet ihr zu allem Überfluss nicht vergessen und ruhig noch etwas mehr einstecken, denn schließlich habt ihr sicherlich seit Ewigkeiten keinen Gin Basil Smash mehr getrunken und solltet dementsprechend einiges nachholen. Wir machen auch mit, versprochen.

 

Tilman Rammstedt wurde 1975 in Bielefeld geboren und lebt in Berlin. Er studierte eine ganze Reihe von Dingen in Edinburgh, Tübingen und Berlin. Statt einer Magisterarbeit schrieb er aber sein erstes Buch.

Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, aufgewachsen in Mecklenburg. Lebt in Potsdam. Studium der Germanistik und Romanistik. Sie veröffentlichte im Piper-Verlag Der Körper des Salamanders (2001), Verabredungen mit Mattok (2004). Ihr Roman Mit der Geschwindigkeit des Sommers (2009) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Zuletzt erschien Selbstporträt mit Bonaparte. Sie erhielt u.a. den Preis der Jury beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb und den André-Gide-Preis für Literaturübersetzungen.

aus: Steltz & Brezoianu – Ein Mosaik für Leidenschaftliche, 2007

 

Berlin/ Belém (via Frankfurt a.M. und Brasilia)

Brezoianu brachte Steltz, die zu einer weiten Reise aufbrach, zum Flughafen. Bevor sie durch die Paßkontrolle davonging, verabschiedete er sich von ihr: Ich liebe dich.

Wie sonderbar, daß du diesen Satz noch nie bei meiner Ankunft gesagt hast, erwiderte Steltz und strich nachdenklich über Brezoianus breite Koteletten.

Ron Winkler, 1973 im Bezirk Gera geboren und aufgewachsen mit Blick auf fremde Äpfelbäume und einen Bergsturz. Sechsjährige Ausbildung zum Judoka, sporadische Teilnahme an der Schülerakademie (»Tarnung, Warnung und Signal: Die Farben der Tiere«) und mit einsetzender Adoleszenz Engagement in den FKR Literatur und Sozialistische Landesgestaltung (Pflege eines Orchideeotops). Diverse Besuche der Großeltern mittels eines Ikarus 66. Ungesühnte Straftaten: Inbrandsetzung einer Mülldeponie (Zetti-Süßwaren-Tüten-Fehldrucke, Chemikalien, künstliche Nieren, Hausmüll).
Ron Winkler hat eine Leerstelle für Torp und widmet sich neuerdings der sinnlichen Katzendokumentation.

Jetzt draußen: Prachtvolle Mitternacht (Schöffling & Co.) sowie Torp. Neue Wimpern.

Torp war in eine Familie Torp hineingeboren worden. Sein Vater war lange Zeit dritter stellvertretender Direktor beim Zirkus Horoscopani. Sein Vater hatte schon als junger Mann den Fujimanjaro bestiegen. Sein Vater hatte Brauen groß wie die Raupen des Tagpfauenauges. Sein Vater litt an chthonischem Husten. Sein Vater hatte auf Schaukeln wippen können. Sein Vater fand die Nanosekunde schön. Sein Vater vermochte die jeweilige Stunde
am Klang der Stadt zu erkennen. Seine Mutter aber war etwas Besonderes.

Kreuzwort am 08.10: Hanna Lemke, Marie. T. Martin, Tom Schulz und Ron Winkler

28 Sep

Das Leben hat leider keine opening themes, deswegen kommen wir gleich zum Punkt: Tom Schulz bringt ein neues Buch raus, es heißt Innere Musik und er wird daraus am 08.10. bei Kreuzwort im Damensalon in der Reuterstraße 39 in Berlin-Neukölln vorlesen. Begleiten werden ihn Hanna Lemke, Marie T. Martin und der frenetische Ron Winkler. Nicht nur geistig, sondern auch textlich respektive leserlich und… Ihr wisst schon! Ihr seid auch dabei: Ab 20h und mit 3€ in der Tasche, die ihr endlich loswerden könnt, wenn ihr in unsere geldgeile Umarmung lauft. Wir freuen uns. Nach den Credits können wir dann noch alle mit einem Bier im Bauch Toms Buch und/oder seine Person feiern, oder das Leben oder eben einen bezaubernden Abend. Wird schön

Hard facts & running order:

Hanna Lemke, geboren 1981 in Wuppertal, studierte von 2002 bis 2006 am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2010 erschien ihr Debüt, der  Kurzgeschichtenband “Gesichertes” im Verlag Antje Kunstmann. 2011 die Erzählung „Geschwisterkinder“. Sie lebt in Berlin.

Auszug „Geschwisterkinder“ (Erzählung), Verlag Antje Kunstmann 2012:

„Meinst du, wir waren als Kinder auch schon so, wie wir jetzt sind?“, fragte Milla. 

„Schwer zu sagen.“ Ritschie schaute sie an, eindringlich, als würde er in ihrem Gesicht Spuren von ihrem Gesicht als Kind suchen. „Ich erinnere mich noch daran, wie du ausgesehen hast, als du neu geboren warst“, sagte er. „Du hattest diesen Marienkäferstrampler an. Du hattest ein ganz rotes Gesicht. Und ich weiß noch, dass ich dachte, dass du noch gar nicht aussiehst wie ein Mensch.“

Marie T. Martin, geboren 1982 in Freiburg, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und absolvierte eine Ausbildung zur Theaterpädagogin. Sie lebt in Köln. 2007 erhielt sie den Förderpreis des MDR-Literaturwettbewerbs und 2008 das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium. 2010 war sie Stipendiatin der Stadt Köln in Istanbul. Nach ihrem Erzählband Luftpost (poetenladen 2011) erschien 2012 mit Wisperzimmer ihr Lyrikdebüt im Poetenladen Verlag.

Heute nicht heute geht der Wind so komisch
alle Zitronen im Kreis beginnen zu leuchten
heute nicht heute liegen Waren auf dem Laufband
zur Kasse du hast wohl das meiste davon gekauft
darunter den Fisch mit den schillernden Flossen
das luftdicht verpackte Kraut ohne Namen
heute nicht heute sind die Tüten mit Wasser gefüllt
hängt wirklich ein Farnstrauß am Mantelhaken
und Regen Limetten der windstille Ort dort drüben
im Flur sieht dich die Katze dort schaffst du den Weg
zur Küche nicht mehr dort sieht dich am frühen Abend
die Katze und schließt deine grünen Augen zu schnell

Tom Schulz, geboren 1970 in der Oberlausitz, aufgewachsen in Ostberlin, lebt in Berlin. Von ihm erschienen sechs Gedichtbände, zuletzt: Innere Musik, 2012 im Berlin Verlag. Der Kurzprosaband: Liebe die Stare. Verlagshaus J. Frank, 2011.
Mitherausgeber der Kneipenbuchreihe im Berliner Taschenbuch Verlag sowie der Anthologie „Alles außer Tiernahrung – Neue politische Gedichte.“
2010 erhielt er den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur.

Nahe der Alten Oder

wir kamen an den See, ein Kranich
Schlafplatz, im Herbst sahn wir
den Köder auf dem Blinker
die Welt im Nebel, falsche Hatz

auf einer Campingliege: ein Körper
vage, ohne Wille, müde; die Fliege
in seinem Gesicht, einen oder zwei
Tage klüger als der Menschenangler

wir wissen nicht, wie der Gesang
in einem Schwan anschwillt, hat er
sich aufgeplustert, ein spanischer
Infant mit Rüschen…

weißer Halskrause; rief ich dir
in den Röhricht nach, das Wasser
ist nicht tief… die Flatterbinsen

verglichen wir unsre Schnatterlaute

auf einem Smartphone, das zu
versinken schien, erkannten
dieses Zischen, Zischeln, jenes Futter
Betteln auf dem Vogelstimmen-App

die Kähne mit den Kohleschiffern
lauschten wir still der Dommel
auf dem Grund schwammen im flachen
seichten Schlamm Karauschen

Ron Winkler, 1973 im Bezirk Gera geboren und aufgewachsen mit Blick auf fremde Äpfelbäume und einen Bergsturz.
Sechsjährige Ausbildung zum Judoka, sporadische Teilnahme an der Schülerakademie (»Tarnung, Warnung und Signal: Die Farben der Tiere«) und mit einsetzender Adoleszenz Engagement in den FKR Literatur und Sozialistische Landesgestaltung (Pflege eines Orchideeotops).
Diverse Besuche der Großeltern mittels eines Ikarus 66. Ungesühnte Straftaten: Inbrandsetzung einer Mülldeponie (Zetti-Süßwaren-Tüten-Fehldrucke, Chemikalien, künstliche Nieren, Hausmüll).
Ron Winkler hat eine Leerstelle für Torp und widmet sich neuerdings der sinnlichen Katzendokumentation.

Einen Text Rons kriegt man auf Klick hier, kurze Peter Maffay-Reminiszenz nicht ausgeschlossen. (Text entfernt, wer zu spät kommt, den bestraft Peter Maffay! Wusste schon Boris Gorbatschow)

Der literarische Ausgehtipp fürs Wochenende und weitere Vorschläge für die Wochengestaltung

5 Mrz

Bevor unser Exilprogramm mit Björn Kuhligk, Tom Schulz, Friederike Scheffler und Max Czollek am 14.3. in die zweite Runde geht (siehe rechts), wollen wir euch folgende Termine ans Herz legen:

peeka peeka beim Parlandopark

Am 6. März (Sonntag)

Beginn 20 Uhr

Eintritt frei

Im Soupanova, Stargarder Straße 24 (S Prenzlauer Allee)

„ein kleiner tumult in der cerebralen chemie – und wir geraten in eine andere welt“; mitunter in einen sonntag.

peeka peeka // kim peek lieferte die wesentliche inspiration für den film „rain man“. ein autist, wie ihn dustin hoffmann letztlich verkörpern sollte, war er jedoch nicht. peek gilt als einer der bekanntesten menschen mit savant-syndrom […] warum kims wort für bastard beethoven lautet und was metaphern in diesem abend zu suchen haben, we’ll see // einige videofragmente, gedichte und andere texte. offenes im anhang.

Moderation: Simone Kornappel

KOOKread. Mit Hannes Köhler, Sünje Lewejohann und Ulrike Almut Sandig.

Am 9. März (Mittwoch)

Beginn 20 Uhr

Im Kvartira Nr. 62, Lübbener Str. 18 (U Schlesisches Tor)

Lyrik und Prosa mit:

Hannes Köhler (*1982 in Hamburg) lebt seit 2001 in Berlin. Dort und in Toulouse studierte er Literatur und Geschichte. Er war Mitbegründer der Literaturgruppe und Lesebühne „Die Lautmaler“ und veranstaltet seit 2003 regelmäßig Lesungen in Berlin. 2008 war Hannes Köhler Teilnehmer des Heiner-Müller-Kollegs an der Freien Universität Berlin und 2009 Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin. Nach Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien ist der Roman „In Spuren“ (mairisch Verlag) seine erste Buchveröffentlichung. Köhler erzählt darin von einer Spurensuche und stellt dabei existenzielle Fragen nach Freundschaft, Liebe, Sinn – Fragen, die für jede Zeit neu formuliert werden müssen. Mit „In Spuren“ gelingt ihm das auf eindringliche Weise.

Sünje Lewejohann, 1972 in Flensburg geboren, studierte Skandinavistik und Germanistik in Berlin, dann am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie war Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift EDIT und ist Mitglied im Autorenforum „Der Goldene Fisch“. 2003 nahm sie an der Endrunde des Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin und am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. 2004 erhielt sie ein Stipendium des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop sowie Stipendien der Arno-Schmidt-Stiftung und des Nordkollegs Rendsburg. 2005 erschien ihr Roman „Am Sonntag will Gott zu Atem kommen“ (DuMont), 2010 verlieh man ihr beim Lyrikpreis Meran den Alfred Gruber Preis für eine Auswahl ihrer Gedichte. Sünje Lewejohann lebt als Mutter von zwei Kindern in Berlin. Sie wird neue Lyrik lesen, wie sie zuletzt u.a. in der „Neuen Rundschau“ (01/2011) erschien.

Ulrike Almut Sandig, 1979 geboren, aufgewachsen bei Riesa, lebt in Leipzig. Sie studierte Religionswissenschaft und Indologie sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Bisher erschienen die Gedichtbände „ZUNDER“ (2005) und „STREUMEN“ (2007), das Hörbuch „der tag, an dem alma kamillen kaufte“ (2006, gemeinsam mit Marlen Pelny), die Hörspiele „HUSH LITTLE BABY“ (2008) und „UNTER WASSER“ (2010) sowie ihre erste Prosaveröffentlichung „FLAMINGOS“ (2010). Soeben erschien ihr 3. Gedichtband „DICKICHT“ (Schöffling & Co. 2011). Ihre Lyrik wurden mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Leonce-und-Lena-Preis 2009. 2010 erhielt sie für „FLAMINGOS“ den Silberschweinpreis der lit.COLOGNE und den Preis der Hotlist. Ulrike Almut Sandig liest Prosa aus „FLAMINGOS“ und Gedichte aus „DICKICHT“.

LIEBE DIE STARE – Buchpremiere zu Tom Schulz‘ Prosaband mit Björn Kuhligk und Ron Winkler

Am 10. März (Donnerstag)

Beginn 20 Uhr

Im Roten Salon in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

»Liebe die Stare« ist eine Buchpremiere von und mit Tom Schulz, der das Erscheinen seiner Texte mit den Kollegen Björn Kuhligk und Ron Winkler feiert.

Auf so ironische wie unterhaltsame Weise lockt Tom Schulz seine Leser, mit ihm gemeinsam in das Provinzielle der Großstadt, das Großstädtische der Provinz einzutauchen, einen Blick auf die Kleinigkeiten unseres Lebens sowie auf die Erinnerung eines überholten, aber nicht  eingeholten Alltags zu werfen. Mit Anteilnahme und präzisem poetischem Blick für Schärfenstrukturen ist Tom Schulz’ Prosa geschrieben. Von Erzählungen bis hin zu fragmentarischen Phantasieausflügen sind in seiner ersten Prosasammlung Texte enthalten, die den Leser so sehr verzaubern wie verstören.“ (http://www.belletristik-berlin.de/)

Und mal wieder Termine, Termine: Erschlossenes Land, HARDCOVER im Gorki & ParlandoPark

1 Feb

Da wir erst wieder am 14. Februar („Valentinstag“-Special mit den schüchternen Tom Bresemann, Philip Maroldt und Georg Leß) den Betrieb aufmischen, könnt ihr euch in der Zwischenzeit mal genau den anschauen, da gibt es doch den einen oder anderen sehr lohnenswerten Termin in der nächsten Zeit.


Erschlossenes Land am 03.02.

Max Czollek, Maria Natt und Friederike Scheffler sind nicht nur aktive Mitglieder des von uns mit verliebten Augen angeäugelten Lyrikzirkels g13, sie reisen ab und zu auch durch die Welt und schreiben darüber. Und jetzt sind sie sogar in Berlin und lesen daraus. Mit Pianobegleitung von der Vermont Piano Moving Company. Werft euch die Fracks über und vergesst einen Polyglott nicht, wenn ihr dorthin reist:

Im TIK-Nord in der Rigaer Straße 77. Das Lyriktraumschiff läuft am Donnerstag, dem 03.02. vom Stapel.

(Kleiner Hinweis, weil heute mal wieder in der Bahn gesehen: Die „Ich bin Touri, ich wußte nicht, dass man hier für öffentliche Verkehrsmittel bezahlen muss“-Masche zieht leider so gar nicht, erst recht nicht in West-Berlin! Deswegen Ticket kaufen, das dürfte mit den 4€ Eintritt nicht allzu schlimm kommen, vor allem wenn ihr doch auf Touri plädiert und die 3€ ermäßigt rausschlagt!)

 

HARDCOVER studio: Lyrik live am 05.02.

Wessen Finger häufiger mal schneller sind als der Hirnvorderlappen, der wird aus Hardcover auch gerne mal Hardcore machen, aber das ist bei der Gästeliste nicht unbedingt so unangebracht:

Jan Wagner

Björn Kuhligk

Ron Winkler

Elke Schmitter

Matthias Göritz

Matthew Sweeney

Tom Schulz

Tom Bresemann

liefern sich am 05.02. ab 20h im Gorki Theater ein Gladiatorenmatch der Sonderklasse. Last poem standing also zu einem schönen Anlass: 10 Jahre Lyrik bei Berlin Verlage. Auf dass es ewig weitergeht (und sie endlich mal eine Kreuzwort-Anthologie von uns fordern). Tickets für 5€ gibt’s hier.

 

Hyperrealismus im ParlandoPark am 06.02.

Wem das bisher alles zu surreal war, der kann sich auf den nächsten ParlandoPark-Termin freuen, da gibt’s dann Hyperrealismus (und eventuell eine öffentliche Enthauptung für den furchtbaren Kalauer in dieser Ankündigung, puh..). Moderiert wird das Ganze von einer vielleicht wieder quickfidelen Simone Kornappel powered by power point robots, als Lesender tritt Kreuzwort-Veteran Georg Leß mit seinem Phantomroman auf, den hatten wir schon mal hier und – ja, er kommt wieder, am 14.02. Oh, Gloria!

Hier die mittlerweile bekannten Hard Facts: Im Soupanova in der Stargarder Straße 24 im Prenzlberg ab 20h am Sonntag, dem 06.02. für umme, laut, gratis, kostenlos und frei!

Als Bonus danach wieder offene Bühne und Kritikkultur!

Jahresstart mit KREUZWORT am 10.01.

6 Jan

Nach allen überstandenen Zwangsveranstaltungen und Wetterkatastrophen geht es auch 2011 wie gewohnt weiter mit KREUZWORT – mit Niklas Lemniskate, Jinn Pogy & Ron Winkler (mit Klangcollagen von Paul Novik).

Der gewohnte Ort bleibt das Schatzi Neuberg in der Kottbusser Strasse 13 (zwischen U Kottbusser Tor und U Schönleinstrasse), die gewohnte Anfangszeit ist 20.30h am 2. Montag des Monats, also dem 10.01. Jetzt nur noch die gewohnten 2€ Eintritt mitnehmen und dann kann man sich im gewohnten Ambiente einen ganzen Batzen Lyrik von Lyrikern anhören, die da wären:

Niklas Lemniskate wuchs seit ca. 1920 als Kaninchen unter Dodos auf. Seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts war er Lehrling in der Wortschmiede des Eisenbahndepots Nordsüdinnung. Es folgten in den 1630erJahren Auftritte im wandernden Androidentheater, das sich allerdings nicht lange am Leben halten konnte. Bei einem später folgenden freien Wettbewerb im Wortwerfen zeichnete er sich besonders aus.  Zur Belohnung erhielt er zwei Dutzend Kronkorkenorden und musste diese an sich befestigen. Dieser Umstand erschwerte in der Folgezeit seine Sicht auf die Dinge im Allgemeinen. Er zog sich deswegen in ein Hasenloch zurück, kratzte lyrische Texte aus den Wänden und brachte sie erst viele Jahre später zu einem nahegelegenen Gunstmarkt. Seitdem entstanden freie Kooperationen mit so namhaften Größen wie dem Zufall.

Text entfernt wegen weil.

Jinn Pogy, Berlin. Veröffentlichungen seit 2009 in Literaturzeitschriften wie lauter niemand, Ostragehege, Randnummer, Um(laut), Belletristik, Poetmag, sowie online textenet-galerie.de

(Leipziger Literaturherbst) und im Poetenladen. Seit Ende 2008 Redakteurin und Mitherausgeberin der „Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa, lauter niemand. Lesungen in Berlin, Hamburg, Leipzig, Chile. 2008 Preis der jungen Akademie der Wissenschaften für „Erika Mustermann“. Aktionskunstprojekt mit anderen Dichtern und Künstlern zum Gedicht „Palenquita, Palenquita“ (in Poetmag 09 und im Poetenladen, auch übersetzt ins Spanische) in der Galerie Open Berlin am 29sten Januar 2011. Übersetzt Gedichte aus dem Spanischen. Lyrik Debüt erscheint 2011 im Verlagshaus J. Frank Berlin.

www.poetenladen.de/jinn-pogy.htm

www.poetenladen.de/jinn-pogy.htm

Ach, was könnte man schon mit solchen Pfoten

in der Wildnis bunten Neonnebels kurz vor Vegas

um gestutzte Flügel mich beneiden

mich, Rosemary der imperialistischen Auslassung

mitten unter zwitschernden, goldenen Springmäusen

Ron Winkler, geboren 1973, studierte Germanistik und Mittelalterliche bis Neueste Geschichte in Jena, lebt als Lyriker und Übersetzer aus dem Englischen in Berlin. Herausgeber der Literaturzeitschrift intendenzen.

Verschiedene Auszeichnungen: 2005 Leonce und Lena-Preis.
2006 Arbeitsstipendium des Berliner Senats, erostepost-Literaturpreis, Mondseer Lyrikpreis.

Souvenirfahrt

für Jan Wagner

hinter ausgiebigen Schafen lagen Premium Highlands,
die Alphalandschaft war sofort erkennbar,
das adäquate Design: tektonischer Mittelstand
in seinen besten Jahren. du sprachst
von gemeinsamem mounting, einige egozentrische Pubs
später von manischer Ernte. wer weiß,
diese Fremde war eine intransitive
Heimat – und daher gefährlich. man hielt Malzkühe,
die sich wie Malzkühe verhielten. jeder Tag
enthielt vielleicht zehn Kilogramm Schönheit.
Sonnenaufgänge wie Monsune. Niederschläge manchmal
wie Licht, manchmal wie Substantive.
um uns herum so genannte Glenn-Gould-Vögel. seltsame
Fenster. auch sie basierten auf einer Chartersprache.
und überbrückten etwas, das fehlte.
beim Abschied blicktest du
ihnen merkwürdig viktorianisch nach.

Morgen in der Z-Bar: Ron Winkler & Asmus Trautsch + „Im Heiligkeitsgedränge“

2 Dez

Wer sich bei dem Wetter aus der Tür traut, der braucht dafür gute Gründe. Hier wäre einer, der eigentlich zwei ist: Morgen ab 21h findet in der Z-Bar (Bergstraße 2, Nähe U Rosenthaler Platz) eine Lesung mit zwei fantastischen Autoren statt, die jeweils ein neues Buch (das wären insgesamt zwei) im Gepäck haben. (Das sind summa summarum schon fast wieder sechs!)

Ron Winkler präsentiert sein Prosawerk „Torp“ und Asmus Trautsch hält mit seinem Lyrikband „Treibbojen“ dagegen.

Wer sich zudem noch (vor-)weihnachtlich gesinnt fühlt, darf hat zudem die Chance auf ein kleines Präsent vom Verlagshaus J. Frank, bei dem beide Bücher erscheinen: Der verlost über facebook oder per e-Mail jeden Tag ein kleines Schmankerl aus dem Präsenzbestand.

Wo wir sowieso bei Weihnachten sind: Tom Bresemann, der nicht nur selber bei J. Frank einen Lyrikband veröffentlicht hat, sondern auch tatsächlich mal bei uns zu Besuch war und natürlich noch viel, viel mehr Dinge macht, beweist sich als wahrlich weihnachtlich gesinnter Poet und gibt deswegen eine Weihnachtsanthologie mit dem Namen „Im Heiligkeitsgedränge“ heraus, die an ein einziges Thema gebunden ein buntbreites Spektrum deutscher Gegenwartsliteratur versammelt.

Unbedingte Kaufempfehlung, spätestens zum 12.12. in Lettrétage – wem es zu langweilig ist, sich den schmucken Band über Amazon zu kaufen, der kann ihn sich an dem Termin selbst zusammenbasteln und -binden. Besinnlichkeit all the way, sozusagen. Da bleiben wir am Ball und füttern die Blogosphäre selbstverständlich mit weiteren Infos.