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KREUZWORT xt STILL mit: ANDERSON, KRAXNER, PFISTER & WESTHEUSER

7 Mai

Wer uns kennt, weiß: Wir lieben die Overachiever von S T I L L. Obwohl ich zum Beispiel immer noch nicht mein Exemplar der Zeitschrift bekommen habe. Nicht, dass ich sauer wäre oder so. Sauer werde ich ja nur, wenn ich mit denen noch klären muss, wie unser gemeinsames Event am 13. Mai heißen soll. „STILL bei kreuzwort? kreuzwort feat. STILL?“, hieß es von deren Seite. Wer uns kennt, weiß: Namen finden und uns dann auch nicht einig sein, das ist nicht unsere Stärke. „stilles wort?“ funkte die Katze mit der großen Brille (kleiner Tipp: nicht ich) durch den Facebook-Chat zurück. Und insistierte yodaesk: „STILLES WORT STILLES WORT STILLES WORT. betrunken ich noch bin.“ Eventuell habe ich mir das aber nur ausgedacht. Eventuell nicht und wir kommunizieren tatsächlich so. So oder so: Ich habe mich dann für KREUZWORT x STILL entschlossen (weil ich den Blog schmeisse und aus anderen Gründen, die ich hier nicht nennen möchte) und dann noch ein t eingefügt, weil, na ja, wer uns kennt, weiß: Saufjargon ist unser Ding. Einfach so, weil das ja witzig ist. Haha. Hm.

Wie dem auch sei: Sonst mussten wir mal wieder wenig machen, was uns ja immer freut. Dann bleibt mehr Zeit zum Nichtstun. Die S T I L L-Gang schaufelte uns also Namen zu und wir freuten uns. Auf Shane Anderson, Petra Maria Kraxner und Lyz Pfister. Und auf Linus Westheuser, der wohl dabei sein wird, um Übersetzungen vorzutragen. Kein Grund sich nicht oder weniger zu freuen, eher noch mehr! Deshalb: Zieht euch dem Wetter entsprechend an, legt einen eurer Laune entsprechenden Gesichtsausdruck auf, packt euch Geld – mindestens aber 3€ Eintritt (oder aber mehr, um weniger zu bezahlen, siehe unten!) – in den Brustbeutel und strömt ab 20h in den Damensalon in der Reuterstraße 39 und Berlin-Neukölle. iPod mit De Höhner-Playlist nicht vergessen, einfach so aus Ironie wegen des Tippfehlers eben.

Und ja, werdet ihr euch fragen, WTF, Alter, keine Ahnung, was S T I L L ist, LOL. Das Label von MC Fitti? Noch nicht (die arbeiten bestimmt aber dran). Erstmal ist S T I L L in eigenen Worten:

You read so hard you get paper cuts? S T I L L ist ein Magazin voller neuer Geschichten und junger Fotografie. Zweimal jährlich auf Papier präsentiert es Fotokunst und junge deutsche Literatur. Ob Kurzgeschichten, Romanauszüge, Lyrik oder Drama — S T I L L steht für fiktionale Texte und Geschichten voller Fantasie genauso wie für internationale junge Fotokunst. Große Fotostrecken treffen auf Literatur und junge Autoren auf alteingesessene. Und egal, wie lange die Autoren schon schreiben: die besten Texte erscheinen zum ersten Mal bei S T I L L !

At the still point, there the dance is.

Das Debüt, mit Texten und Bildern von Andreas Stichmann, Lyz Pfister, Friederike Mayröcker, Crauss, Chloe Zeegen, Jan Wagner, Linus Westheuser, Petra Maria Kraxner, Stefanie de Velasco, Björn Siebert, Ali Taptık u.v.m.

 

Sieht so aus:

Still Cover

 

Angefasst dann so:


 

Ihr könnt sie an diesem schönen Maimontag auch kaufen, sogar billiger: Eine Ausgabe S T I L L + Eintritt = 9€. Was eigentlich dem regulären Preis der Zeitschrift entspricht. Nur habt ihr hier auch den Eintritt drin, der sich wie gewohnt auf 3€ beläuft. Entweder: 3€ für Eintritt allein oder 9€ für Eintritt + S T I L L. Klingt einfach, war aber nicht so simpel, das gemeinsam auszuklabustern (via Facebook natürlich).

 

Da kümmern die sich drum. Wir schlürfen Cocktails und Krusovice oder diesen Weißwein, der uns immer so furchtbar betrunken macht (also mich vor allem).

 

Shane Anderson wurde 1982 in Kalifornien/USA geboren. Seit 2005 lebt er in Berlin. Seine Lyrik und Prosa erschien in Magazinen wie Hilda, kill author und im Playbill zu Matthew Barneys KHU. Sein aktueller Gedichtband, Études des Gottnarrenmaschinen, erschien 2012 bei Broken Dimanche. Er arbeitet zudem als Übersetzer, kürzlich u.a. mit Uljana Wolf. www.shane-anderson.blogspot.de. In S T I L L erschienen zwei seiner Gedichte, die zudem von Linus Westheuser ins Deutsche übersetzt wurden. Linus Westheuser, wurde 1989 in Berlin geboren, studiert Soziologie und schreibt Lyrik. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, zuletzt Bella triste 33. Die in S T I L L veröffentlichten Texte sind seine ersten Lyrikübersetzungen. www.gdreizehn.wordpress.com.

 

SPIRITUALLY SPEAKING, ONE NOSTRIL ONLY

 

Now the difference

shrinks between spring

and late summer

to allergies the temperature

samed, slushes the brain

into a kind of dew

we suppose to be angels’ food

[…]

 

 SPIRITUELL GESAGT, MIT NUR EINEM NASENLOCH

Jetzt schrumpft der

Unterschied zwischen Frühling

und Spätsommer

auf Allergien zusammen die Temperatur

ist geglichen matscht

die Hirnmasse

zu einer Art Tau

den wir für Engelsnahrung

halten

[…]

Petra Maria Kraxner, geboren 1982 in Zams, aufgewachsen in Tobadill, lebt und arbeitet in Berlin. Veröffentlichungen von Gedichten in Zeitschriften, Anthologien sowie auf Fotografien. Ihre Theaterstücke KESt, Nutella Town oder Die Bläue bleibt in etwa zu 52% werden vom Thomas-Sessler-Verlag Wien vertreten. Ihr jüngstes Stück, Die gesetzliche Verordnung zur Veredelung des Diesseits, wurde im März 2013 im Vestibül des Wiener Burgtheaters uraufgeführt und am Landestheater Innsbruck nachgespielt. Ein Auszug daraus erschien bei S T I L L.

Die gesetzliche Verordnung zur Veredelung des Diesseits

 

[…]

Gabriel: Ophelia, erzähl von dir.

Ophelia: W(verschlucktes ie)

Gabriel: Du scheinst mir ein schweigsamer Mensch zu sein.

Ophelia: I(verschlucktes ch)..

Gabriel: Du musst aber auch gar nichts sagen. Wenn du nicht möchtest. Ophelia, das würde ich verstehen. Das fände ich ganz und gar nicht, abstrus. Ich mag schweigsame Menschen, wirklich.

Ophelia: [Zieht sich wieder aus.]

Gabriel: Irgendwie stoße ich immerzu auf schweigsame Menschen. Sie ziehen mich an. Als gäbe es eine höhere Instanz, die mich stets an wortkarge Kommunikationspartner geraten lässt.

Ophelia: [Zieht sich einen Bademantel über.]

Gabriel: Manche Menschen müssen sich ja regelrecht zum Smalltalk zwingen. Das musst du nicht. Ophelia, wirklich nicht.

Ophelia: Du…

Gabriel: Du musst dich nicht über Kachelmanns Kakerlaken oder die momentane mediale Aversion gegen Atombusen äußern. Auch nicht über die Atomlobby, Angela Merkel oder Spreeufer- Bebauungsmaßnahmen.

Ophelia, wir können auch einfach nur ficken.

[…]

Lyz Pfister ist Autorin aus New York, die gerade in Berlin heimisch wird. Sie schreibt regelmäßig über Essen und Kultur, unter anderem in ihrem Blog Eat Me. Drink Me. www.eatmeanddrinkme.wordpress.com. In S T I L L erschien ihr Gedicht ‚After Christmas’, das dazu von Jan Skudlarek auch ins Deutsche übersetzt wurde.

 

Lyz Pfister

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KREUZWORT am 14. mit GUMZ, HÄFNER, KUHLIGK und ROLOFF

8 Mai

Wir große Fans von Bananen und wie sie uns die Welt erklären. Oder die Poetik der Grammatik:

Richtig: Hä? Am besten selber rausfinden, was hinter Spekulative Poetik steckt. Jeden Samstag, 18 bis 20h in den Räume des Merve-Verlags, d.h. Crellestraße 22 in 10827 Berlin (Nähe U7 Kleistpark, aber bitte keinen Suizid! – müsst ihr schon in den C-Bereich des BVG vordringen). 

Armen Avanessian und Steffen Popp machen am Samstag, dem 12. Mai den Auftakt der Gesprächsreihe Poesie und Begriff und reden über Evokation und Proposition. Es werden ebenfalls noch über Lyrik und Philosophie sprechen: Monika Rinck, Franz Josef Czernin, Oswald Egger, Ulf Stolterfoht und Daniel Falb. Voll nicht banane! Voll gut! Weitere Informationen auf der Homepage der Veranstaltungsreihe.

So ähnlich wie hier, über uns und unsere nächsten Veranstaltungen. Zum Beispiel die nächste, denn da uns die letzte noch nicht genug war und wir vor der drohenden Sommerpause noch mal Gas geben wollten. Um die schlimme Nachricht mal mundgerecht zu verpacken. Der Trost? Konzentriertes Programm für konzentriertes Publikum: Mit Alexander GumzEberhard HäfnerBjörn Kuhligk und Marcus Roloff streiten sich um eure Aufmerksamkeitsspanne. Die Wetten im Hause Kreuzwort tendieren dazu, von einer Remis auszugehen, Vierteilung im pazifistischsten Sinne sozusagen. Brot (Gin Basil Smash, Krusovice) und Spiele (Lyrik) gibt es wie gewohnt im Damensalon in der Reuterstraße 39 nähe der U-Stationen Hermannschla- äh, –straße und Schönleinstraße. Also am Montag, dem 14. Mai 3€ Eintrittsgeld mitnehmen und so ab 20h eintrudeln. Wir freuen uns. Und ihr euch auch, schließlich erwarte(t/n) euch Folgende(s):

Alexander Gumz, geboren 1974 in Berlin, wo er auch lebt, studierte Germanistik und Philosophie. Redakteur und Literaturveranstalter beim Texttonlabel KOOK und für das poesiefestival berlin, Mitbegründer des Festivals LAN. Drei Tage junge Literatur und Musik in Berlin und der langen Literatur- und Musiknacht HAM.LIT in Hamburg. Mitherausgeber mehrerer internationaler Anthologien. Er veröffentlichte Gedichte und Nachdichtungen in Zeitschriften und Anthologien, darunter Lyrik von Jetzt (DuMont 2003), Jahrbuch der Lyrik (S. Fischer 2008, 2009, 2011), Rock Lyrik (dtv 2011), Die Zeit, Neue Rundschau, Wespennest, Das Magazin, Das Gedicht. Ausgewählte Gedichte wurden ins Englische, Polnische, Spanische, Slowakische, Persische und Hebräische übersetzt. Sein erster Gedichtband, »ausrücken mit modellen«, ist im Frühjahr 2011 bei kookbooks erschienen. Wiener Werkstattpreis für Lyrik 2002, Finalist beim Leonce und Lena Preis 2003 und 2009 und beim open mike der Literaturwerkstatt Berlin 2009, Stipendiat der Villa Decius in Krakau 2007 und des Berliner Senats 2010. Clemens Brentano Preis der Stadt Heidelberg 2012. 

 

zum menü

 

ein verwaltungsaufwand, der sich selbst bekämpft:

jede stille, in der notenblätter kochen,

 

kommt zurück, bringt zwei neue mit. beim nachtisch

werden sie geschwister, erheben sich

 

fast zeitgleich, werfen campingstühle um.

vor dem abwasch nicken wir und fische

 

springen aus dem teich. zu spät, rufen sie

durch unseren geteilten mund,

 

wir haben keine angaben gemacht. wir sind uns

leider schleierhaft. bitte zu nordsee gehen

 

und den anderen erzählen: morgen wird die gegend

unter giftgas gesetzt.

 

dann genehmigen wir die höhe der reusen. dafür

brauchen wir nicht mal eine uniform.

 

(entnommen aus: ausrücken mit modellen,© kookbooks, berlin 2011)

Eberhard Häfner, 1941 in Steinbach-Hallenberg
bis 1987 als Metallgestalter und Restaurator an kirchlichen Kunstgut gearbeitet
ab 1988 freiberuflich als Dichter mit Unterbrechungen

 die letzten beiden eigenen Gedichtsbände bei Lyrikedition 2000 München

2008 – In die Büsche schlagen –   

2011 – Per Anhalter durch den Verstand –

 

Blase in mein Horn

 

Referiert nach einem Saitensprung

sah ich den Notenschlüssel auf gewölbter Decke

über’s Klangloch spannte Stacheldraht

Wassertropfenleib der Mandoline lag und schwieg

 

ich sah die Blutergüsse zwischen Sofakissen

die Mandelform aus Fichtenholz, des Korpus Schnecke

am Hals Kopfplatte eingerissen

zerfetzt der Katzendarm, mir das Jammern kam

 

guten Morgen, Hände hoch, beide

höchstwahrscheinlich unverletzt geblieben

 

Björn Kuhligk, * 1975 in Berlin, lebt dort. Zuletzt erschienen Der Wald im Zimmer – Eine Harzreise (mit Jan Wagner), Berliner Taschenbuch Verlag, 2007, Von der Oberfläche der Erde, Berlin Verlag, 2009 sowie Bodenpersonal, Verlagshaus J. Frank, 2011. Als Herausgeber editierte er zuletzt Das Kölner Kneipenbuch, 2011, Dumont Verlag, (mit Tom Schulz) und Lyrik von Jetzt zwei (mit Jan Wagner), Berlin Verlag, 2008. 1997 war er Preisträger des open mike der literaturWERKstatt Berlin, 2007 erhielt er ein Arbeitsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung, 2008 ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats. Im Frühjahr 2012 erscheint ein neuer Lyrikband bei Hanser Berlin.

 

GRÜSSE AUS DEM HOCHMOOR

 

Der Tau der Wiesen rann herab

auf die Erde, der wir zugetan, über

dem Hang lag der Nebel, ein aufgelöster

Brühwürfel, aus dem sich der Bach

den wir am Abend stauten, befreite

 

die nunmehr an den Rändern

gerundeten Wunden der Buchen

die gestapelt, als könnte Wald

gestapelt werden, nichts als Möbel

wir sahen hinein, eine Verschluss-Sache

 

wenn du Blätter siehst, die laufen

sagte der Sohn des Metzgers

sind es schnelle Ameisen, wenn

ich laufende Blätter sehe, dachte ich

sind es laufende Blätter

 

Marcus Roloff, geb. 1973 in Neubrandenburg, siedelte im Sommer 1989 nach Bremen über und lebt heute in Frankfurt am Main. Studium der Neueren deutschen Literatur, Philosophie und Kulturwissenschaft an der HU Berlin. Literarische Veröffentlichungen seit 1997, zuletzt u.a. im Jahrbuch der Lyrik und der NZZ. Sein dritter Gedichtband „im toten winkel des goldenen schnitts“ erschien 2010 im Frankfurter gutleut verlag. 2009 erhielt er ein Aufenthaltsstipendium des Landes Brandenburg im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Als Übersetzer ist er am Lyrikband „Ein weltgewandtes Land“ von John Ashbery beteiligt (luxbooks, Wiesbaden 2010); im Herbst 2012 erscheint ebenda die Werkauswahl „Frischluft“ von Kenneth Koch (mit z. T. deutschen Erstübersetzungen).

 

mundwinkelsuppe

 

meyer heißen will ich (beziehungsweise) mich

klein machen. weggeduckt dem schicksal (der

gemeinschaft) entrinnen. im windschutz von stube

(interieur) und verborgen (nicht sichtbar) der

zweiten jahrhunderthälfte (1950 ff).

 

mir rauscht der kopf. vor den gruben

ist hinter den linien. (auf sworbe) der fraß ist

gefressen. der postkartenstapel vermoderte

im gepäck. mein kopf (ein feindsender). ich ein

rentner. pfeife auf meine. (ich meine) ich werde

 

sterben in einer nachkriegsehe. auf dieser

pritsche. diesem zu boden geworfenen (gehäkelten)

kleid (fünfzig millionen) mit all den birken ver-

glichen. gleicht sich aufs haar halb europa

halb halte ich durch (bis moskau).

außerbetrieb: LOST in POSTpOETRY am 28.09.

26 Sep
Was wäre das eigentlich, so ein außerbetrieb, wenn wir nicht zwischendurch auch mal die Kontrolle abgeben? Deswegen baten wir Jinn Pogy, sich doch mit Künstlerinnen und Künstlern quer durch alle Gattungen zusammenzufinden und eine Veranstaltung zu gestalten. Mit Norbert Lange, Mara Genschel und Elen Flügge waren schnell weitere Partizipienten gefunden.
Auf der offiziellen facebook-Präsenz heißt es da:
WIR SPRECHEN VON EXPERIMENT … Diese Seite ist Teil der Einstellungen zu LOST in POSTPOETRY, ein poetologisch-literarisches Kunst-Projekt von und mit Jinn Pogy, Norbert Lange, Mara Genschel (LyrikerInnen) und Elen Flügge (Soundartist)
Lost in Postpoetry setzt sich poetologisch, literarisch und künstlerisch mit Poetry und poetic Performance auseinander. Es ist eine experimentelle Plattform zur Betrachtung, Meinung und Verursachung von literary art oder zeitgenössischen Veröffentlichungsformen von Poesie
WIR starten den Diskurs mit einer poetic Performance im Rahmen von der von Kreuzwort entwickelten Außerbetrieb-Reihe:
Lost in Postpoetry # 1
am Mittwoch, 28. September 2011
um 19:30 UhrDer Autor und sein Text- eine Beziehung ohne Entkommen? Wie steht der Autor zum Text und inwieweit entfernt sich dieser von seinem Urheber, verfolgt andere Richtungen oder wird verloren? Die AutorInnen Norbert Lange, Mara Genschel und Jinn Pogy, sowie die Soundkünstlerin Elen Flügge begeben sich gemeinsam in den Orbit der poetischen Relationen, Navigationen und Verluste von Text, Laut und Poesie.
Das ist jetzt wieder sowas: Da muss man hin, es sich ansehen und dann weiß man, was los ist. Also am Mittwoch, dem 28.09. alle um 19h30 in die Lettrétage in der Methfesselstraße 23-25. 5€ oder 3€ (ermäßigt) Eintritt Tausch gegen ein bisschen Entmystifizierung. Wir freuen uns sehr auf die Veranstaltung, die ja scheinbar nicht die letzte sein wird – außerbetrieb goes Nachhaltigkeit, yay!
Am Tag darauf, also dem 29.09. geben sich Georg Leß und Jörg Albrecht die Ehre – sie werden zusammen die zweite Sitzung des Workshops „All work and no play“: Ein Workshop zu Autoren im Horrorfilm bestreiten. Wer bereits bei der ersten dabei war, muss keine Teilnahmegebühr mehr entrichten, für alle neuen Interessierten fällt eine einmalige Gebühr von 5€ an. Geworkshopt wird diesmal von 19h bis 22h, anschließender Friedhofsbesuch nicht eingeplant, aber auch nicht ausgeschlossen. Ab 18 Jahren, na klar.

ZWISCHEN DEN NARRATIVEN: Junge künstlerische Positionen

16 Sep

Was liegt eigentlich näher, als sich vor dem Techno-Wochenende mal ein wenig bildende Kunst zu geben? Ja, nichts eigentlich. „Aber hä, ihr macht doch nur so Kram mit Literatur und so!“ Ja, aber selbst da gibt es Überschneidungen. Aber was erzähl ich euch, ich hab ja ungefähr so viel Kunstverstand wie Beuys‘ Putzfrau. Deswegen hat Carolin den Abend auch kuratiert und präsentiert euch (und: mir) nun im Rahmen unseres laufenden außerbetriebs junge künstlerische Positionen, Narrativik und eine Tür! Sneak Previews unten (Links en masse!), wir sehen uns heute Abend in der Lettrétage, Methfesselstraße 23-25. Eintritt is für garnix Mark!

Die das Programm begleitende Ausstellung präsentiert experimentelle Positionen zu Kunst und Text. Der Umgang mit Schrift und Linie, Sprache und Bild kann sich sehr vielfältig gestalten. Die Bandbreite reicht von konzeptuellen Projekten über Installationen bis hin zu narrativen Bildfolgen und performativen Versuchsanordnungen. Die Ausstellung präsentiert verschiedene Ansätze – von minimalistischen Notationen und Schrift/Bild-Analogien, über zeichnerische Bilderfolgen, Collagen und Medienkunst bis hin zu installativen Arbeiten.
Mit Arbeiten von Ayami Awazuhara, EunHee Lee, Manja Kayser, Tom Doughboy, Michael Katerla, Tillmann Lange, Martin Lechner/Milo Pablo Momm.

ZUR VERNISSAGE werden exklusiv Filme von Lechner/Momm und Ayami Awazuharas Installation „Erinnerung an meinen Vater“ (2011) gezeigt.

Ayami Awazuhara (Zwischen Narrativen) 1985 in Nagano, Japan geboren, lebt seit 2008 in Berlin. 2004-2006 Studium an der Ritsumeikan Universität, Kyoto, Japan, seit 2009 Studium an der Universität der Künste, Berlin.

Tom Doughboy (Zwischen Narrativen) Jahrgang 1986. 2005-2008 Studium an der Kaywon Art and Design School (K-SAD), seit 2010 Studium an der Universität der Künste, Berlin in der Fachklasse von Prof. Thomas Zipp. 2011 bei der Leistungsschau in der Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin und beim Rundgang der Udk sowie in der Gruppenausstellung Multiplicity in der 129 Gallery, Berlin vertreten.
http://www.tomdoughboy.blogspot.com

Michael Katèrla (Zwischen Narrativen) 1979 in Saarlouis geboren. Studium an der Freien Universität, Berlin, der Universität der Küe Berlin und der Université Sorbonne, Paris. 2005-2010 Auslandsaufenthalte und Projekte in Australien, England, Kenia und Indien; dort u.a. Entstehung von Videoarbeiten, Photographien, Bildern und Büchern, Künstlerbetreuung und Kuration diverser Ausstellungen und Konzeption und Leitung von Video- und Photographieworkshops.

Manja Kayser (Zwischen Narrativen) 1979 in Berlin geboren, lebt und arbeitet dort. Manja Kaysers Arbeiten bewegen sich zwischen illustrative art – mixed-media auf Leinwand und photowork. Außerdem arbeitet sie an dem Langzeit-street art project Spatzen Invasion, das 2011 startete.
http://www.manjakayser.wordpress.com

Tillmann Lange (Zwischen Narrativen) 1981 in Cottbus geboren. Studium der Medieninformatik an der Technischen Universität Dresden und Arbeit als Grafiker. Ab 2011 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Einzelausstellungen 2010 bei der Galerie OstArt, Berlin und 2011 im Hagestolz, Berlin. Teilnahme an Gruppenausstellungen, u.a. 2011 an Friends of Agora bei Agora, Berlin und an der Leistungsschau in der Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin.
www.tillmann-lange.de

Martin Lechner (Zwischen Narrativen) Jahrgang 1974, lebt in Berlin. Ausstellungen mit Milo Pablo Momm, u. a. bei Club Palenquita Island in der Galerie Open, Berlin 2011. Veröffentlichungen als Autor in Literaturzeitschriften (Manuskripte, randnummer, lauter niemand u. a.) und in Covering Onetti, Lettrétage-Verlag, 2009.
http://www.lechnermomm.tumblr.com

EunHee Lee (Zwischen Narrativen) 1990 in Seoul, Südkorea geboren. Seit 2008 Studium an der Universität der Künste, Berlin, seit 2009 in der Fachklasse von Prof. Thomas Zipp.
http://www.unhl.tumblr.com

Milo Pablo Momm (Zwischen Narrativen) 1977 in Aachen geboren. Studium der Theater-, Musik- und Literaturwissenschaft in Bayreuth, Berlin und Paris. Ausstellungen mit Martin Lechner, u. a. bei Club Palenquita Island in der Galerie Open, Berlin 2011. Autor von Kurzprosa und Lyrik. Nebenbei unterrichtet Milo Pablo Momm Renaissance- und Barocktanz im In- und Ausland und ist Leiter des Barocktanz-Ensembles l’espace, sowie Mitglied des internationalen Ensembles Corpo Barocco.
http://www.lechnermomm.tumblr.com

Heute Abend: Bunter Abend im Bethanien

23 Jun

Wie schon zur letzten Lesung angekündigt, der von uns sehr geschätzte Tom Müller veranstaltet heute einen seiner Bunten Abende!

 

 

 

 

 

 

 

 

http://www.bunterabend.net/

 

ACHTUNG, ZENSUS BITTET:

BEGEBEN SIE SICH ZUR ALLGEMEINEN SCHÄTZUNG

AM Do, 23.06.11 im Bethanien am Mariannenplatz.

Schätze den Schatz, den Spatz, den Satz, den Abend mit Freunden,
die Hefe, den Hopfen, das Hüpfen der Laute, auch leise – die Melodie.
Komm, schätze die Geschichten, die Illustration live und von Hand,
feinste Musik.

Bunter Abend – Schätz das Unschätzbare.

Dichtung: Stephan Reich, Tom Müller, Daniel Weiss, Marie Donath

Reise: Marie Donath illustriert mit Schatten und Sand am OHP

Rock’n Roll: Holly Mae & The Painted Room (http://hollymaeandthepaintedroom.bandcamp.com/)

Eintritt: 4€
 

WANN:

Heute, ab 20.30 Uhr

WO:

Bethanien (NICHT das Künstlerhaus am Kottbusser Damm)

Mariannenplatz 2 A Südflügel
Kreuzberg, Germany

Das Wochenende, die Woche – Poesie, Poesie

17 Jun

Am 27. Juni ist es wieder soweit – eine nächste Ausgabe KREUZWORT wartet auf euch. Mit dabei sind g13-Mitglied REBECCA CIESIELSKI, Randnummer-Herausgeberin SIMONE KORNAPPEL und SASCHA KOKOT aus Leipzig. 

Aber ein Highlight jagt das nächste und das Wochenende ist voll an lyrischen Sternstunden:

Poesie liegt in der Luft – beim POETS CORNER wird alljährlich im Freien gelesen (bei schlechten Wetter auch im Trockenen):

Sa 18.6. ab 11:00
In den Bezirken
Eintritt frei

Die Dichter Berlins erobern die Stadt. Sommerlesungen in den Bezirken.

11:00–13:00 Treptow-Köpenick Wagendorf Lohmühle Lohmühlenstraße, Ecke Kiefholzstraße. Bei schlechtem Wetter ebenfalls dort.
Mit Konstantin Ames, Luise Boege, Alexander Gumz, Rery Maldonado, Stephan Reich, Nikola Richter, Julia Trompeter

12:00–13:30 Tempelhof-Schöneberg Ullsteinhaus, Dachterrasse 6. OG über Innenhof, Mariendorfer Damm 1–3. Bei schlechtem Wetter im Bistro im Foyer des Haupteingangs.
Mit Tobias Amslinger, Nora Bossong, Birgit Kreipe, Georg Leß, Jinn Pogy, Ulf Stolterfoht

13:00–15:00 Neukölln Garten der Poesie (Streuobstwiese) Richardplatz 3. Bei schlechtem Wetter im kleinen Saal der Ev. Brüdergemeine, Kirchgasse 14.
Mit Nico Bleutge, Tom Bresemann, Catherine Hales, Simone Kornappel, Björn Kuhligk, Juliane Liebert, Philip Maroldt, Katharina Schultens

15:00–16:30 Junge Dichter erkunden Mahrzahn
Marzahn-Hellersdorf Lesegarten Schloss Biesdorf Alt-Biesdorf 55. Bei schlechtem Wetter im Schloss.
Mit Rebecca Ciesielski, Kristoffer Cornils, Max Czollek, Lea Schneider, Isabella Vogel

15:30–17:30 Vom Leben in den großen Städten
Charlottenburg-Wilmersdorf Straßencafé der Ausstellung 125 Jahre Kurfürstendamm Kurfürstendamm / Ecke Uhlandstraße. Bei schlechtem Wetter im Institut Français, Kurfürstendamm 211.
Mit Daniel Falb, Mara Genschel, Ursula Krechel, Norbert Lange, Wilfried N’Sondé, Johann Reißer, Jan Skudlarek, Lutz Steinbrück, Rainer Stolz

16:30–18:00 Pankow Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner Prenzlauer Allee 227 / 228. Bei schlechtem Wetter ebenfalls dort.
Mit Timo Berger, Lars-Arvid Brischke, Ricardo Domeneck, Hendrik Jackson, Anne Krüger, Björn Schäfer, Ron Winkler, Carsten Zimmermann

17:00–18:30 Mit fremder Feder – vom Fremdsein in der Sprache Lichtenberg-Hohenschönhausen Studio im Hochhaus Zingster Str. 25. Bei schlechtem Wetter ebenfalls dort.
Mit Zehra Çirak, Dieter M. Gräf, Renata Lucic, Stefan Monhardt, Tzveta Sofronieva

Mit freundlicher Unterstützung durch: Amt für Kultur und Bildung Pankow, Fachbereich Kultur Marzahn-Hellersdorf, Institut français, Kulturamt Neukölln, Kulturamt Treptow-Köpenick, Kulturbeirat Charlottenburg-Wilmersdorf, Kunstamt Tempelhof-Schöneberg, Kunst- und Kulturamt Lichtenberg

 

 

Außerdem lockt im allgemeinen wieder einmal das Programm des POESIEFESTIVALS – eine der schönsten Wochen (17.-24.6.)des Jahres beginnt heut Abend:

http://www.literaturwerkstatt.org/index.php?id=1061

Am Sonntag lädt lauter niemand zu Lyrik aug der Spree – der LUXUS LYRIK DAMPFER steht mehrmals zur Abfahrt bereitet – dieses Jahr befährt er auch internationale Gewässer (so rein metaphorisch) – gut kopiert ist halb geschrieben:

Die Redaktion von „lauter niemand“ lädt unter der Flagge von 48 STUNDEN NEUKÖLLN und im Rahmen des Poesiefestival Berlin Autoren und Leser, die sich der Poesie verschrieben haben, aufs Deck der „Spreeprinzessin“ ein.

…Wie der Zufall so will, ist auch das Thema des diesjährigen 48 STUNDEN NEUKÖLLN Festivals „LUXUS Neukölln“ dazu passend bewerben wir auch die Lyrik als überlebensnotwendigen Luxus für Jedermann. Wir freuen uns auf acht poetische Touren auf original Berliner Spreewasser mit Autoren der letzten zwei lauter niemand Ausgaben (#10 + 11) und mit befreundeten, internationalen Autoren von no man’s land und von Los Superdemokraticos/ Casagrande.

Bitte seid jeweils ca.10 Minuten vorher an der Ablegestelle, das Schiff legt immer pünktlich ab!

Es lesen

11-12 Uhr (Moderation: Florian Voss)
Clemens Schittko
Isabella Vogel
Lutz Steinbrück

12-13 Uhr ( Moderation: Lutz Steinbrück)
Florian Voss
Silvia Geist
Sonia A. Petner

***SPECIAL BOAT: 13-14 Uhr:
ENGLISCH/DEUTSCHES BOOT mit und von No Man’s Land:
Catherine Hales/ Übersetzung: Andre Jahn
Alistair Noon
Donna Stonecipher

14-15 Uhr (Mod: Simone Kornappel)
Jan Imgrund
Jinn Pogy
Phillip Günzel

15-16 Uhr (Mod. Jinn Pogy)
Simone Kornappel
Tibor Schneider
Timo Berger

***BARCO ESPECIAL 16-17 Uhr:
SPANISCH/DEUTSCHES BOOT mit und von Casagrande (Regen der Gedichte, Berlin 2010) und Los Superdemokraticos
Sabine Scho
Rery Maldonado
Nikola Richter
Julio Carrasco Ruiz
Cristóbal Bianchi
Joaquín Prieto

17-18 Uhr (Mod: Johann Reisser)
Kirsten Hartung
Carl Christian Elze
Clemens Kuhnert

18-19 Uhr (Mod: Clemens Kuhnert)
Eberhard Häffner
Julia Trompeter
Niklas L. Niskate
Johann Reisser

********100% KULTURELLER LUXUS: EINTRITT IST FREI!***********

Wir danken den Autoren und Co-Organisatoren (no man’s land, casagrande und los superdemokraticos) für die Teilnahme und freuen uns über einen internationalen Sommer-Lyrik-Luxus-Dampfer!!!

Mit freundlicher Unterstützung der Reederei Riedel und der Literaturwerkstatt Berlin im Rahmen des Poesiefestivals.

ORT: Wildenbruchstraße/Ecke Weigandufer, am Anleger der Reederei Riedel, (U-Bahnhof Rathaus Neukölln, Bus 104, 167 bis Wildenbruchplatz)Mehr anzeigen

Und jetzt nicht verzweifeln: An diesem Wochenende lockt ebenfalls das Programm von 48 Std. Neukölln… und am 21. ist Sommeranfang und das heißt dann auch wie jedes Jahr Fête de la Musique….

http://www.48-stunden-neukoelln.de/2011/

http://www.fetedelamusique.de/

 

Eine Art Aufruhr – Lyrikabend mit junger politischer Literatur

9 Jun

Bevor wir am 13.06. wieder die heiligen Hallen dieser Eckkneipe in der Kottbusser Straße einfinden, die jetzt mittlerweile auf den Namen Bruegge hört (also: die Eckkneipe, nicht die Straße), deeskalieren wir noch am 10.06. in der Galerie Haus am Lützowplatz (die liegt wirklich am Lützowplatz, Hausnummer 9). Unter der Moderation von Marc Holzenbecher (richtig, der junge Mann vom um[laut] Magazin, der auch mal bei Umzügen von KREUZWORT-Mitgliedern hilft) und in Begleitung der Musik Onur Kücükarslans und Nurées werden die Gedichte aus den Schulbüchern raus- und mitten ins Leben reingerissen. Das verspricht jedenfalls die Ausstellung Eine Art Aufruhr, in deren Rahmen nun fünf Dichterinnen und Dichter das Private ins Politische tragen oder umgekehrt oder seitwärts oder querwärts oder wie es in ihrem Sinne liegt.

Die stehen dabei nicht nur unter der Schirmherrschaft des um[laut] Magazins, sondern auch Los Superdemokraticos deren Nikola Richter und Rery Maldonado geben sich die Ehre, Olga Grjasnowa wird ebenfalls ihre Stimme erheben und Clemens Schittko und Tom Bresemann werden dabeisein. Das ist so viel Programm, dass ich an den Tags und Links jetzt echt viel Zeit aufgewendet habe. Damit ich die wiederbekomme, kommt morgen ab 20h hin und gebt mir ein Bier aus, schließlich kostet das Ganze nix€uro, da hättet ihr was gespart. Und am Montag dann zu KREUZWORT, yay!