Archiv | September, 2011

Die nächsten außerbetrieb-Termine: Literatur-Wissenschaft, Splitterpole (Freitag/Samstag)

29 Sep

Das Wochenende wird mal wieder vollgepackt mit vielen Sachen, und die zwei schönsten sind sicherlich am Freitag und am Samstag in der Lettrétage mitzuerleben, also hin zur Methfesselstraße 23-25, 5€ oder 3€ Eintritt pro Abend sind einzuplanen und gleichermaßen viel Spaß und Futter für’s Hirn.

Literatur-Wissenschaft: Anknüpfungen

Die Berührungspunkte sind eigentlich offensichtlich und trotzdem widmen sich wenige Akademikerinnen und Akademiker der Gegenwartslyrik, noch seltener jene, die nicht sowieso mit dem Literaturbetrieb in Berührung stehen. Es ist nicht nur an der Zeit, nach den Gründen zu suchen, es ist vor allem dringend notwendig, dies zu ändern. Vier Autorinnen und Autoren stehen vier Literaturwissenschaftlern gegenüber, der Text bleibt Mittelpunkt.

Es wird Zeit, wieder anzuknüpfen. Prof. Dr. Remigius Bunia (Freie Universität Berlin), Dr. Michael Gratz (Universität Greifswald), Dr. Tim Lörke (Freie Universität Berlin) und Johannes Schüller (Master-Student Freie Universität Berlin) haben von uns Texte von je drei Autorinnen und Autoren zugesandt bekommen, Texte, die vorher anonymisiert wurden.

Jeder von ihnen wählte ein, zwei Gedichte einer Autorin oder eines Autors aus und beschäftigte sich, losgelöst von jedem Kontext, mit ihnen – wie, das überliessen wir ihnen. Am Freitag, dem 30.09. nun werden sie ihre Ergebnisse vorstellen. Die Gedichte von Daniela Seel, Norbert Lange, Tom Schulz und Steffen Popp werden am Abend verlesen und die Autoren werden, sofern sich dies einrichten liess (Daniela Seel wird voraussichtlich via Skype zugeschaltet werden, Tom Schulz‚ Text wird von Björn Kuhligk verlesen) die Möglichkeit haben, Stellung zu beziehen. Es geht um Anknüpfung: Wissenschaft, die an Lyrik anknüpft, Autoren, die an akademische Überlegungen anknüpfen können.

Splitterpole: Traditionslinien

Wenn wir schon literarische Lesung und akademische Vorlesung kombinieren, warum nicht auch Diskussion und Lesung? Wir haben Autorinnen und Autoren mit markanten Positionen eingeladen, uns Rede und Antwort zu stehen – auf unsere Schlagworte hin reagieren sie – mit Lyrik, mit Kommentaren, mit Meinungen. Eventuell mit allem zusammen? Wir werden es sehen und sind selbst brandgespannt auf Verlauf und Ergebnis dieses Experiments, an dem Simone Kornappel, Max Czollek, Kathrin Schmidt, Hendrik Jackson und Tobias Amslinger teilnehmen werden.

 

Na dann, wir sehen uns da!

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außerbetrieb: LOST in POSTpOETRY am 28.09.

26 Sep
Was wäre das eigentlich, so ein außerbetrieb, wenn wir nicht zwischendurch auch mal die Kontrolle abgeben? Deswegen baten wir Jinn Pogy, sich doch mit Künstlerinnen und Künstlern quer durch alle Gattungen zusammenzufinden und eine Veranstaltung zu gestalten. Mit Norbert Lange, Mara Genschel und Elen Flügge waren schnell weitere Partizipienten gefunden.
Auf der offiziellen facebook-Präsenz heißt es da:
WIR SPRECHEN VON EXPERIMENT … Diese Seite ist Teil der Einstellungen zu LOST in POSTPOETRY, ein poetologisch-literarisches Kunst-Projekt von und mit Jinn Pogy, Norbert Lange, Mara Genschel (LyrikerInnen) und Elen Flügge (Soundartist)
Lost in Postpoetry setzt sich poetologisch, literarisch und künstlerisch mit Poetry und poetic Performance auseinander. Es ist eine experimentelle Plattform zur Betrachtung, Meinung und Verursachung von literary art oder zeitgenössischen Veröffentlichungsformen von Poesie
WIR starten den Diskurs mit einer poetic Performance im Rahmen von der von Kreuzwort entwickelten Außerbetrieb-Reihe:
Lost in Postpoetry # 1
am Mittwoch, 28. September 2011
um 19:30 UhrDer Autor und sein Text- eine Beziehung ohne Entkommen? Wie steht der Autor zum Text und inwieweit entfernt sich dieser von seinem Urheber, verfolgt andere Richtungen oder wird verloren? Die AutorInnen Norbert Lange, Mara Genschel und Jinn Pogy, sowie die Soundkünstlerin Elen Flügge begeben sich gemeinsam in den Orbit der poetischen Relationen, Navigationen und Verluste von Text, Laut und Poesie.
Das ist jetzt wieder sowas: Da muss man hin, es sich ansehen und dann weiß man, was los ist. Also am Mittwoch, dem 28.09. alle um 19h30 in die Lettrétage in der Methfesselstraße 23-25. 5€ oder 3€ (ermäßigt) Eintritt Tausch gegen ein bisschen Entmystifizierung. Wir freuen uns sehr auf die Veranstaltung, die ja scheinbar nicht die letzte sein wird – außerbetrieb goes Nachhaltigkeit, yay!
Am Tag darauf, also dem 29.09. geben sich Georg Leß und Jörg Albrecht die Ehre – sie werden zusammen die zweite Sitzung des Workshops „All work and no play“: Ein Workshop zu Autoren im Horrorfilm bestreiten. Wer bereits bei der ersten dabei war, muss keine Teilnahmegebühr mehr entrichten, für alle neuen Interessierten fällt eine einmalige Gebühr von 5€ an. Geworkshopt wird diesmal von 19h bis 22h, anschließender Friedhofsbesuch nicht eingeplant, aber auch nicht ausgeschlossen. Ab 18 Jahren, na klar.

außerbetrieb: Covering Covering Onetti (+ Workshop: Autoren im Horrorfilm)

23 Sep
Junge deutsche Autorinnen und Autoren setzten sich mit Erzählungen des uruguayischen Autors Juan Carlos Onetti auseinander. Das Ergebnis war neue eigenständige Literatur, die 2009 im Band Covering Onetti des Verlags Lettrétage erschien. Wir erneuern Onettis Aufruf nochmals: „Klaut, wenn nötig. Lügt immer.“ Aus den Dieben werden jetzt Bestohlene: Die an Onetti angelehnten Texte werden wiederum neuen Lügnern zur Vorlage. Für den literarischen Mundraub sind diesmal zuständig: Mario Apel, Roman Israel, Silke Eggert und Tom Müller.
Welchen Texten dabei in die Hosentasche gegriffen wird, das bleibt eine Überraschung, die sich allerdings am Samstag, dem 24.09. ab 19h30 in der Lettrétage (Methfesselstraße 23-25) Wohlgefallen auflösen wird. Für nur 5€/3€ ermäßigt kann man Zeuge werden, wie die von Onetti ausgehende Traditionslinie sich beständig ihren Weg bahnt. Onetti nicht gelesen? Covering Onetti nicht gelesen? Das muss ja kein Hindernis sein: Vorkenntnisse werden nicht an der Tür abgefragt und sind bei der Lesung höchstens Bonus – wichtig sind ja die Texte.
Wer trotzdem auf Onettis Spuren bzw. den seiner Grabräuber/innen wandeln möchte, für den hat die Lettrétage was: Ein Gewinnspiel, Covering Onetti – empfohlen übrigens vom Literaturnobelpreistäger Ihres Vertrauens – ist zu gewinnen! Diese simple (d.h.: googlebare, aber psssst:)
Wie heisst die Stadt, die sich als roter Welt-Faden durch fast alle literarischen Werke Juan Carlos Onettis zieht?
Bitte Antwort an: info@lettretage.de
Frage beantworten und den Gewinn morgen Abend abholen! Wir freuen uns.
Außerdem: Unser Workshop „All work and no play“: Autoren im Horrorfilm hat noch ein paar vakante Plätze. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich (Mail an g.less [at] web.de), aber nicht zwingend notwendig: Einfach am Sonntag, dem 25.09. um 17h in der Lettrétage aufkreuzen, Kittel und Vinylhandschuhe nicht vergessen, 5€ Teilnahmekosten (einmalig) und dann werden Knochensäge und Tintenfüller angesetzt. Ab 18. Ganz ernsthaft.
Weitere Termine (keiner davon verpflichtend):
Donnerstag, 29.09., 17h-21h
Sonntag, 09.10., 17-21h
Freitag, 14.10., 19h30: Große Abschlusslesung

außerbetrieb: Mittwoch, 21.09.: NETZBETRIEBE LYRIK (Berlin-Leipzig-Hildesheim)

19 Sep

Mittwoch, 21. 9.11, 19.30 Uhr – Lettrétage Berlin, Methfesselstraße 23-25
Netzbetriebe Lyrik: Leipzig, Hildesheim, Berlin – Sie gelten gemeinhin als die drei Zentren für junge und jüngste Literatur. Das etablierte Deutsche Literaturinstitut Leipzig, die Universität Hildesheim mit ihrem breiten Angebot an literaturorientierten Fächern und Berlin mit seiner lebendigen Szene von JungschriftstellerInnen. Getroffen wird sich meistens nur auf Festivals, Preisverleihungen oder ähnlichen Großevents – und dort nur in der Rolle des Besuchers. außerbetrieb macht Schluss mit der Isolationshaft und bringt sechs junge Lyrikerinnen und Lyriker an einen Tisch und ins Gespräch. Nicht nur mit ihren Texten, sondern vor allem über sie: Die Lesung ist als Workshop konzipiert, als Forum für Kritik und Vernetzung. Eins, an dem das Publikum teilhaben kann.

Mit Manuel Stallbaumer (DLL), Michael Spyra (ehemals DLL), Friederike Scheffler (g13-Lyrikzirkel, Berlin), Alexander Kappe (Berlin), Yevgeniy Breyger (Universität Hildesheim) und Kathrin Bach (Universität Hildesheim).

ZWISCHEN DEN NARRATIVEN: Junge künstlerische Positionen

16 Sep

Was liegt eigentlich näher, als sich vor dem Techno-Wochenende mal ein wenig bildende Kunst zu geben? Ja, nichts eigentlich. „Aber hä, ihr macht doch nur so Kram mit Literatur und so!“ Ja, aber selbst da gibt es Überschneidungen. Aber was erzähl ich euch, ich hab ja ungefähr so viel Kunstverstand wie Beuys‘ Putzfrau. Deswegen hat Carolin den Abend auch kuratiert und präsentiert euch (und: mir) nun im Rahmen unseres laufenden außerbetriebs junge künstlerische Positionen, Narrativik und eine Tür! Sneak Previews unten (Links en masse!), wir sehen uns heute Abend in der Lettrétage, Methfesselstraße 23-25. Eintritt is für garnix Mark!

Die das Programm begleitende Ausstellung präsentiert experimentelle Positionen zu Kunst und Text. Der Umgang mit Schrift und Linie, Sprache und Bild kann sich sehr vielfältig gestalten. Die Bandbreite reicht von konzeptuellen Projekten über Installationen bis hin zu narrativen Bildfolgen und performativen Versuchsanordnungen. Die Ausstellung präsentiert verschiedene Ansätze – von minimalistischen Notationen und Schrift/Bild-Analogien, über zeichnerische Bilderfolgen, Collagen und Medienkunst bis hin zu installativen Arbeiten.
Mit Arbeiten von Ayami Awazuhara, EunHee Lee, Manja Kayser, Tom Doughboy, Michael Katerla, Tillmann Lange, Martin Lechner/Milo Pablo Momm.

ZUR VERNISSAGE werden exklusiv Filme von Lechner/Momm und Ayami Awazuharas Installation „Erinnerung an meinen Vater“ (2011) gezeigt.

Ayami Awazuhara (Zwischen Narrativen) 1985 in Nagano, Japan geboren, lebt seit 2008 in Berlin. 2004-2006 Studium an der Ritsumeikan Universität, Kyoto, Japan, seit 2009 Studium an der Universität der Künste, Berlin.

Tom Doughboy (Zwischen Narrativen) Jahrgang 1986. 2005-2008 Studium an der Kaywon Art and Design School (K-SAD), seit 2010 Studium an der Universität der Künste, Berlin in der Fachklasse von Prof. Thomas Zipp. 2011 bei der Leistungsschau in der Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin und beim Rundgang der Udk sowie in der Gruppenausstellung Multiplicity in der 129 Gallery, Berlin vertreten.
http://www.tomdoughboy.blogspot.com

Michael Katèrla (Zwischen Narrativen) 1979 in Saarlouis geboren. Studium an der Freien Universität, Berlin, der Universität der Küe Berlin und der Université Sorbonne, Paris. 2005-2010 Auslandsaufenthalte und Projekte in Australien, England, Kenia und Indien; dort u.a. Entstehung von Videoarbeiten, Photographien, Bildern und Büchern, Künstlerbetreuung und Kuration diverser Ausstellungen und Konzeption und Leitung von Video- und Photographieworkshops.

Manja Kayser (Zwischen Narrativen) 1979 in Berlin geboren, lebt und arbeitet dort. Manja Kaysers Arbeiten bewegen sich zwischen illustrative art – mixed-media auf Leinwand und photowork. Außerdem arbeitet sie an dem Langzeit-street art project Spatzen Invasion, das 2011 startete.
http://www.manjakayser.wordpress.com

Tillmann Lange (Zwischen Narrativen) 1981 in Cottbus geboren. Studium der Medieninformatik an der Technischen Universität Dresden und Arbeit als Grafiker. Ab 2011 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Einzelausstellungen 2010 bei der Galerie OstArt, Berlin und 2011 im Hagestolz, Berlin. Teilnahme an Gruppenausstellungen, u.a. 2011 an Friends of Agora bei Agora, Berlin und an der Leistungsschau in der Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin.
www.tillmann-lange.de

Martin Lechner (Zwischen Narrativen) Jahrgang 1974, lebt in Berlin. Ausstellungen mit Milo Pablo Momm, u. a. bei Club Palenquita Island in der Galerie Open, Berlin 2011. Veröffentlichungen als Autor in Literaturzeitschriften (Manuskripte, randnummer, lauter niemand u. a.) und in Covering Onetti, Lettrétage-Verlag, 2009.
http://www.lechnermomm.tumblr.com

EunHee Lee (Zwischen Narrativen) 1990 in Seoul, Südkorea geboren. Seit 2008 Studium an der Universität der Künste, Berlin, seit 2009 in der Fachklasse von Prof. Thomas Zipp.
http://www.unhl.tumblr.com

Milo Pablo Momm (Zwischen Narrativen) 1977 in Aachen geboren. Studium der Theater-, Musik- und Literaturwissenschaft in Bayreuth, Berlin und Paris. Ausstellungen mit Martin Lechner, u. a. bei Club Palenquita Island in der Galerie Open, Berlin 2011. Autor von Kurzprosa und Lyrik. Nebenbei unterrichtet Milo Pablo Momm Renaissance- und Barocktanz im In- und Ausland und ist Leiter des Barocktanz-Ensembles l’espace, sowie Mitglied des internationalen Ensembles Corpo Barocco.
http://www.lechnermomm.tumblr.com

Der außerbetrieb geht los: Willkürliche Würfel

12 Sep

außerbetrieb beginnt mit dem Ende von Lesenden und Publikum. Der Text überlebt und wird dem Zufall preisgegeben. Wo der Zufall zu regieren scheint, ist die Willkür nicht weit – sie wird, ebenso wie der Text, angetragen von jedem, der kommt. Die Konvention ist außer Betrieb, die Würfel entscheiden den Abend. Jede/r bringt Texte mit, jeder liest.

Was heißt das jetzt mal, so konkret? Konkret heißt das: Jede/r die/der kommt, ist potenzielle/r Lesende/r. Ob das eigene Texte sind, ob das Texte von anderen Autorinnen oder Autoren sind: Alles ist möglich, sofern die Würfel gnädig sind. Eine Lesung auf Augenhöhe, von der niemand ausgeschlossen wird. Kein Zugzwang, bei weitem nicht: Auf wen auch immer das Los fällt, die- oder derjenige darf auch gerne passen.

Es gibt kein Publikum, das nicht auch gleichzeitig vorlesen darf, es gibt keine Lesenden, die nicht auch gleichzeitig Publikum wären. Wir haben nicht den Anspruch auf eine Revolution, wir wollen das Angebot liefern, aktiv mitzumachen. Und wir wollen: Spaß haben, und das jenseits von Profanierungsversuchen.

Wer sich also einbringen möchte, mitmachen möchte, der sollte am 14.09. ab 19h30 in der Lettrétage aufkreuzen. Der außerbetrieb beginnt und jede/r kann teilhaben. Klingt doch nach was, oder?

Wir rufen den außerbetrieb aus!

8 Sep
Sehr geehrte Autorinnen und Autoren, Literatur- und Kunstinteressierte und -versessene, Kreuzwort-Aficionadas und -Aficionados, Lettrétage-Freundinnen und Freunde,
allen Gerüchten zum Trotz haben haben wir uns nicht mit Bergen von Altgold über alle Berge gemacht, sondern waren emsig, das Literaturfestival außerbetrieb zu organisieren. Das geht nicht spurlos an uns vorbei, unser Vokabular schrumpft merklich (Berge – Berge). Aber nun zu tagesaktuellen Themen und wirklich mal relevanten Informationen:
Der außerbetrieb rückt stündlich näher und bevor wir unser Programm am 14.09. in der Lettrétage (Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin) beginnen, wollten wir Sie und Euch noch mit den notwendigen Informationen versorgen und ein weiteres Mal dazu einladen, uns Texte für einige ausgesuchte Veranstaltungen zukommen zu lassen.
Die genauen Termine inklusive Kurzbeschreibungen der Veranstaltungen können Sie und könnt Ihr neben den Informationen zu allen Teilnehmenden und weiteren wissenswerten Fakten auf unserer Internetpräsenz einsehen. Die ist zu erreichen unter
(an dieser Stelle einen schönen Dank an Xuan Tran für das schicke Design und das Lettrétage-Team, insbesondere deren höchstkompetenten Praktikantinnen, für technische Unterstützung). Die Homepage wird in den kommenden Tagen noch mit weiteren Inhalten aufgefüllt, weshalb es sich täglich lohnen dürfte, ihr einen Besuch abzustatten, zum Morgenkaffee, zum Mittagskaffee, zum Abendkaffee, zum Mitternachtskaffee.
Bevor es allerdings mit außerbetrieb losgeht, wird in der Lettrétage am Montag, dem 12. September ab 17h noch eine Veranstaltung von, wie wir finden, äußerster Wichtigkeit nicht nur für Autorinnen und Autoren, sondern alle Kunstschaffenden und nicht zuletzt jeden Menschen, der sich für Literatur interessiert, besprochen: Kulturstaatssekretär André Schmitz wird mit Rike Bolte, Nikola Richter und Tom Bresemann darüber sprechen, warum die junge Literatur(szene) in Berlin so wichtig ist und was die Politik trotz knapper Mittel für sie tun kann. Weitere Informationen dazu auf Klick in der Datei Arm aber trotzdem.
+++ Weitere Informationen zu den unten genannten Veranstaltungen unter: http://ausserbetrieb.lettretage.de/termine.html sowie auf Klick in unserem Aufruf für das Projekt außerbetrieb (die Deadline für das Projekt Covering Covering Onetti ist abgelaufen, eine Teilnahme ist nicht mehr möglich!) +++

Aufruf für Texte – Willkürliche Würfel am 14.09.
Unser Programm startet mit dem Ende der konventionellen Lesung: Jede/r soll kommen und lesen. Wer genau und wann, das entscheiden nicht wir, sondern die Würfel. Was passt also besser zu einer Lesung, die vom Zufall, Wahrscheinlichkeit und doch etwas Willkür bestimmt wird, als Texte (jeglicher Form! Lyrik, (Kurz-)Prosa, essayistisches, Zeitungsartikel, – die Liste könnte unendlich sein), die sich mit den naheliegenden Themen auseinandersetzen: Chaos, Würfel/Aleatorik, Zufall, (Un)Wahrscheinlichkeit, Willkür, Struktur(en), Grenzen und Entgrenzungen. Wer keine eigenen Texte parat hat, darf gerne mitbringen, was ihn zu diesem Thema einfällt, wer nicht selbst erscheinen kann, den möchten wir bitten, uns Textmaterial zuzuschicken. Vorzugsweise im .pdf-Format, mit deutlicher Kennzeichnung, von wem der Text stammt (gegebenenfalls bibliographische Angaben) bitte inklusive einer Kurzvita an unsere e-Mail-Adresse kreuzwort.berlin@googlemail.com schicken, Stichwort: Würfel.
Anmeldung für den Workshop „All work and no play“ (Termine: Sitzungen am 25.09., 29.09., 09.10.; öffentliche Abschlusslesung: 14.10.)
Vielleicht der erste Literaturworkshop unter latenter Indizierungsgefahr: Autor Georg Leß leitet, unterstützt von Schriftstellerkollegen Jörg Albrecht und Horrorschauspielerin Anna Rot, einen Workshop, in dem sich Autorinnen und Autoren mit dem Horrorgenre auseinandersetzen sollen. Eine Voranmeldung ist notwendig, dazu bitte an g.less@web.de schreiben. Es fällt eine einmalige Teilnahmegebühr von 5€ an, Kunstblut und/oder Popcorn kann selbst mitgebracht werden. Achtung: Teilnahme ab 18 Jahren. (Nein, das ist kein Witz!)
transsub: Lyrik mit Fußnoten am 12.10.
Kein Text ist frei von Referenzen. An diesem Abend werden Einflüsse offen gelegt und Stammbäume ausgebreitet – es wird gecovert. Wir möchten jede/n herzlich einladen, uns weiterhin Texte zukommen zu lassen, die intertextuell arbeiten. Gedichte, in denen andere Texte zitiert werden, die auf Bilder referieren, auf Musikstücke – wir nehmen sie gerne noch an. Voraussetzung ist, dass die Bezüge offengelegt werden: Fußnoten, biliographische Angaben, in welcher Form auch immer, was zitiert wurde, muss erkenntlich werden (dafür reichen schlichte Quellenangaben). Gedichte bitte im .pdf-Format inklusive einer Kurzvita bitte an unsere e-Mail-Adresse kreuzwort.berlin@googlemail.com schicken, Stichwort: transsub. Auch hier nehmen wir gerne Texte von Autorinnen und Autoren an, die zu der Lesung am 12.10. eventuell nicht erscheinen können.

+++ Wir möchten darum bitten, alle Texte so zeitnah wie möglich einzuschicken! +++

Zudem lohnt es sich bestimmt, in nächster Zeit mal wieder einen Blick auf den schmählich von uns vernachlässigten KREUZWORT-Blog zu werfen: https://kreuzwortberlin.wordpress.com/ – denn wenn wir die Lettrétage übernehmen, dann übernehmen die auch KREUZWORT. Ist doch logisch! – Mehr Infos in Kürze.
Wir freuen uns sehr auf Ihre und Eure Partizipation – nicht nur als Lesende, sondern vor allem auch als Publikum – allzu teuer wird es bei 5€ pro Veranstaltung sicherlich nicht, zumal nicht mit Ermäßigung, das wären dann gediegene 3€.(Bei entsprechend hoher Nachfrage würden wir auch über ein Kombi-Ticket für mehrere Abende nachdenken – wer also daran Interesse hat, teile uns dies bitte kurz mit, e-Mail an kreuzwort.berlin@googlemail.com, Stichwort: Kombi-Ticket.)

Über Weiterleitung dieser Nachricht per e-Mail, Mund-zu-Mund-Propaganda, Mund-zu-Ohr-Propaganda (noch besser), Schnurtelefon oder Trommel- und Rauchzeichen sowie postalisch wären wir sehr dankbar.

Mit besten Grüßen voller Vorfreude,

Kristoffer Cornils & Carolin Beutel (KREUZWORT im außerbetrieb)