Langes Buchwandeln um die Ecke – Gute Nacht, Oranienstraße.

13 Mai

Bis zum nächsten Mal KREUZWORT mit NORA BOSSONG, ANDRE RUDOLPH und PHILIP MAROLDT ist noch gut eine Woche hin – also heißt es auch dieses Jahr: ab in die Nachbarschaft, subversiv in Kreuzberg oder „Bücher lokal im Lokal für lau an lauer Sommernacht“ –

Zur 13. Langen Buchnacht in der Oranienstraße

(Im nächsten Jahr sollten wir da auch mal mitmachen…)

Und hier die herausgepickten Rosinchen oder besser Sternchen:

Unter dem charmanten Motto „Punker, Prolls und Prothesen“ liest der  Heinrichplatz-Lokalmatador (naja, Schwaben-Cowboy) und gelernte Zahntechniker Patrick Findeis um 19 Uhr im guten alten Videodrom (Oranienstraße 195). Das bedeutet Provinz, Punks, Prothesen, Prolls und Pils (Wir hörten von Freigetränken!) Es moderiert Lokalgröße Katy Derbyshire – na wenn das nichts ist!

Weiter gehts Richtung Likörchenkollektiv, bei Tante Horst (Oranienstraße 45) liest ab 19.30 Uhr Tanja Walther-Ahrens, Ex-Turbine Spielerin, aus „Seitenwechsel – Coming Out im Fußball“. Auch wir wissen nicht ob es Frankfurt am letzten Spieltag erwischen wird oder nicht, aber wer danach nicht die Schnauze voll von Fußball hat, kann sich hier über Homosexualität im Lieblingssport der Bevölkerung informieren.

Nächster Halt SO36 (Oranienstraße 190) – tschüss Balladen, Popliteratur, Punkstories – diese Lesung huldigt dem Rock’n’Crime. Wir haben zu lernen: „Von den dunklen Seiten des Lebens handeln gute Rocksongs ebenso wie gute Kriminalstories.“ Ab 20.30 Uhr lesen Ralph Gerstenberg (Hg.) und Ambros Waibel, musikalischer Live-Act Sedlmair, Trash-Elektropunk, das grandiose Ein-Mann-Orchester.

Wem das nicht so zusagt, bleibt beim Likörchen und Tante Horst. Ab 21 Uhr gesellt sich Volker Surmann hinzu und berichtet über „Heimat, Sex und Flusspferdpflege“.

Und wieder zurück ins SO36 ab 22.20 Uhr oder dageblieben: Christian Keßler liest aus  „Die läufige Leinwand“. Tolle Beschreibung: Der Autor präsentiert „einen bunten Strauß von Obskuritäten aus dem Bereich des Erwachsenenkinos der 70er- und frühen 80er Jahre. Anhand einer Auswahl von (weitgehend jugendfreien) Ausschnitten soll der Unterschied zwischen dem Pornokino von einst und jenem von heute illustriert werden, mit einem suggestiven Blick auf die Wege, die das Genre schon morgen beschreiten könnte. Die begleitenden Ausführungen geben einen Eindruck von der historischen Entwicklung, Irrwege und Probleme werden nicht ausgespart. Neben abgründigem Schmodder blitzt hier und da echte Ambition auf, die Lust an Guerilla-Filmarbeit mit niedrigstem Budget. Die Leseshow wird sich mit den Graupen wie den Highlights befassen und ein wenig beleuchtetes Kapitel der Filmgeschichte anschaulich machen.“

Wer um 00 Uhr noch fit ist, sollte doch mal Richtung Ballhaus Naunynstraße (Naunynstraße 27) und den Los Superdemocraticos einen Besuch abstatten, um sein politisches Vokabular in Sachen Liebe, Politik, Arbeit und Migration im 21. Jahrhhundert aufzumöbeln – internationale Autorinnen und Autoren aus Deutschland und Lateinamerika helfen dabei.

Wer schon immer mal auf Krankenhausparkett tanzen wollte, kann dies ab 23.30 Uhr im 3 Schwestern, Bethanien (Mariannenplatz 2) bei der Tanz auf dem Vulkan – Party tun.

Zur eigenen Routenplanung: http://www.lange-buchnacht.de/

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