Mehr zum nächsten KREUZWORT-Abend am Montag, dem 24. 1.

20 Jan

Unser nächster KREUZWORT-Abend am Montag, dem 24. Januar 2011 wird deutschland-/randnummerweit-lyrisch:

Mit Jan Skudlarek, dem Münsteraner Open Mike-Gewinner der Herzen, dem randnummer-Mitherausgeber Philipp Günzel aus Hamburg sowie Manuel Stallbaumer, dem blutjungen Leipziger Lyriksternchen.

Diese vielversprechende Lyrik-Runde erwartet euch am Montag (24.1.) ab 20.30h im Schatzi Neuberg (Kottbusser Straße 13, zwischen den U-Bahn-Stationen Kottbusser Tor und Schönleinstraße). Der Eintritt beträgt 2 Euro.

Nun mehr zu unseren Gästen:


JAN SKUDLAREK


*1986 in Hamm, wuchs in NRW und Spanien auf, lebt in Münster. Abitur 2003 in Hamm. Seit 2004 Studium der Philosophie und Hispanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Literarische Tätigkeit seit 2007. Preisträger des Literaturförderpreises 2008 der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (GWK). Seit 2008 Veröffentlichung einzelner Gedichte und Gedichtgruppen in Literaturzeitschriften und Anthologien, u.a. in Neue Rundschau, randnummer, [sic], Edit und in Versnetze_drei. Finalist beim 18. Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin. Das Lyrikheft „erloschene finger“ erschien 2010 in der parasitenpresse.


gewiß, irgendwo

in flagranti der mond. als totenkopf schwärmer, genadelt
auf dem sammelkissen des morgens
treiben noch staubkörner der nacht. wir zählen sie
mit den fingern, die angeschwemmt werden
an den ufern des inneren auges. hoch ist die luft
feuchtigkeit im habitat unserer träume, gewiß, irgendwo blühen
die wecker der frühaufsteher auf
ihren beistelltischchen. wie fliegenpilze langsam geht die sonne
auf das bier ist kalt dein flaschenhals ist warm
und vor den fenstern gähnen noch die silhouetten
exotischer vögel. wir kauen uns gegenseitig
ein ohr ab es ist streckenweise so zäh


PHILIPP GÜNZEL


geb. 1980 in Hamburg, lebt dort und ist Mitherausgeber des Literaturheftes randnummer.


wohlfühleinrichtung mit fachausdrücken. – die strategisch
arrangiert sein will. ein quader hier und gewürf
eltes dort, vielleicht. die polster abgezählt, der balkon noch
in der beta-version monogeblockt. ich möchte
dass sich an dieser stelle die personen nicht lange aufhalten
ich möchte stetige verwechslung damit nicht alles gleich
vor sich hin korrumpiert. kann das jemand kurz
verfilzstiften: m² geteilt
_________________durch habitus-maß-index
verwirren wir zukünftige archäologen mit dem trick in die höhe
zu arbeiten und oktroieren uns einen german schäferhund
aufs gemüt, der scheppert famos und nennen ihn ‚die gute stube’
schnell bildet sich eine welt mit eigenen regeln&ritualen
in kooperation mit abkapselungs-strategien innerhalb
der kernfamilie durch demonstratives
___________________________verrücken von möbeln
weitere anregungen nachzuschlagen im handbuch
für angewandtes cocooning. per klatschkommando wünschen
wir konversation zu machen, woraufhin lediglich drinks
gereicht und das aschen in eine für diesen zweck geformte
gorillahand angeregt werden. wir halten es für eine kostenlose
post-koloniale app. um
________________räume zu ordnen. der zweite versuch
uns darüber zu unterhalten worüber wir uns gerne unterhalten
würden scheitert, weil unterhalten bedeutet dem anderen ins wort
zu fallen. die äußerung „des flip-charts ehernes gesetz …“ findet
ein jähes ende da diese genitiv-konstruktion unserem anliegen
zuwider läuft. was festzustellen ist: morgen beim absingen
der unternehmenshymne werde ich nur die lippen bewegen


MANUEL STALLBAUMER


geboren 1990, äußerst glückliche Kindheit und Jugend in Aidlingen (bei Stuttgart), seit 2009 Studium in Leipzig.


ein fußbreit im dezember vor
einem verschlossenen stück gehölzrand

du hast mehr als eine haut und
wer sie dann bespricht oder uns die
staubige fadheit anrechnet steht
schulter an schulter im knietiefen wasser

uns umrahmen zerfledderte zäune mit
kohlestiften in die landschaft schraffiert
an und für sich müsste man das verstehen


NOTIZ:

Leider, leider fällt die Lesung von Simone Kornappel krankheitsbedingt aus. Wir werden es ankündigen, falls wir in den nächsten Tagen noch einen weiteren Gast zum Lesen einladen können. Aber keine Sorge: Simone wird uns dann natürlich ein anderes Mal beehren.

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